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Pfaueninsel

Lesung mit Thomas Hettche. Moderation: Thomas Geiger, Literarisches Colloquium Berlin

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Die Pfaueninsel in der Havel ist ein künstliches Paradies. In seinem opulenten, kundigen und anrührenden Roman erzählt Thomas Hettche von dessen Blüte, Reife und Verfall aus der Perspektive des kleinwüchsigen Schlossfräuleins Marie, in deren Lebenslauf sich die Geschichte eines ganzen Jahrhunderts verdichtet. Es mutet an wie ein modernes Märchen, denn es beginnt mit einer Königin, die einen Zwerg trifft und sich fürchterlich erschrickt. Kaum acht Wochen nach dieser Begegnung auf der Pfaueninsel, am 19. Juli 1810, ist die junge Königin Luise tot – und der kleinwüchsige Christian und seine Schwester Marie leben fortan weiter mit dem entsetzten Ausruf der Königin: „Monster!“ Thomas Hettche ist das Kunststück gelungen, mit dem historisch verbürgten Personal seiner Geschichte von uns Heutigen zu erzählen. Atmosphärisch, detailgetreu und voller Lust an der phantasievollen Ausschmückung. Der Roman wurde 2014 mit dem Wilhelm-Raabe-Preis und dem ersten Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet und war auf der short list des Deutschen Buchpreises nominiert. Thomas Hettche, 1964 am Rand des Vogelsbergs geboren, lebt in Berlin. Seit seinem Romandebüt „Ludwig muß sterben“ (989) erschienen unter anderem die Romane „Der Fall Arbogast“ (2001), „Woraus wir gemacht sind“ (2006) und „Die Liebe der Väter“ (2010).