Weltliteratur aus der Kleinstadt: Wolfgang Hilbig zum 80.

Der Schriftsteller Wolfgang Hilbig wäre am 31. August 80 Jahre alt geworden. Wir widmen ihm einen Abend mit seinen Weggefährten Katja Lange-Müller und Ingo Schulze.

Wolfgang Hilbig. Foto: Jürgen Bauer

Wolfgang Hilbig. Foto: Jürgen Bauer

Er war ein Arbeiter-Dichter, ein Wanderer zwischen Deutschland-Ost und Deutschland-West, der sein Leben zwischen den persönlichen und historisch gegebenen Extremen zu bewegender Literatur umzuschreiben vermochte: Wolfgang Hilbig, 1941 in Meuselwitz bei Leipzig geboren, 1985 nach Nürnberg ausgereist, später in Berlin lebend, wäre am 31. August 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass laden wir zu einem ganz besonderen Abend mit seinen Weggefährten.

Katja Lange-Müller und Ingo Schulze im Gespräch mit Thomas Geiger

Hilbig hat mehrfach im Literaturhaus Oberpfalz gelesen, zuletzt im April 2000 aus seinem Roman "Das Provisorium". 2007 starb er in Berlin. Über Wolfgang Hilbig, den Heizer aus Meuselwitz, sprechen an diesem Abend zwei, die ihm literarisch und persönlich eng verbunden waren: Katja Lange-Müller warf ihm statt Blumen ein Kohlebrikett ins Grab und umschrieb ihre Freundschaft mit: "Wenn du mich verstehst ohne Brille ...". Ingo Schulze lebte lange in der Nähe von Meuselwitz - nicht nur für den Dichterfreund, auch für Schulze selbst der Ort, "wo die Minotauren weiden". Kurz vor dem 80. Geburtstag von Wolfgang Hilbig reisen beide in eine andere literarische Kleinstadt: In Sulzbach denken Katja Lange-Müller und Ingo Schulze zusammen mit Thomas Geiger über den Ausnahmeschriftsteller nach, der seine Heimat in die Weltliteratur einschrieb.

Capitol
Bayreuther Straße 4
92237 Sulzbach-Rosenberg

Eintritt: 10,-/7,- €

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Oberpfalz,
mit freundlicher Unterstützung der S. Fischer Stiftung

Weitere Informationen zum Wolfgang-Hilbig-Jahr und eine Hörprobe finden Sie hier